HUMAN___gold Projekbeitrag von Andreas Schönangerer alias "Arch"
   
   
 

Das Design Center Linz als Ort der Begegnung spannt schon in seiner architektonischen Ausformung einen Bogen. Die Enden seiner stählernen Bogenträger wurden zur Ableitung der Schubkräfte unterirdisch durch Spannkabel verbunden.

Andreas Schoenangerer alias Arch stellt sein metallenes Ebenbild nackt in das Zentrum dieser Installation, der Mensch sozusagen als Pfeil, immerfort (ungewisse ?) Ziele anstrebend doch zugleich gefangen in wiederkehrenden Schleifen.

BesucherInnen betreten abermals die Glastafeln. Der Mensch liegt jetzt frei. Sichtbar. Gläsern.

Eine Figur, Konglomerat genannt, fluide Entität aus stählernen Scheiben, schlacke-bindende Jetons, der Kreislaufwirtschaft der Voest-Hochöfen entrissen, formiert sich, oder zerfließt (?), ein glänzend glattes Ebenbild, doch unvollkommen, löchrig, gibt Blicke in ihr Inneres frei, zerfurcht und vernarbt. Außen wachsend oder zerfallend, Innen geformt oder zerteilt.

Mit steinernem Sockel thront sie auf gläsernem Boden, ein Meer aus Namen und Nummern, vom Schein des Goldes entblättert. Menschen kommen und gehen, mit und ohne Ziel, trachten oder flüchten. Eine Masse aus Individualisten hinterlässt Spuren, Fragmente der Zeit, die wir uns nehmen, oder verlieren. Ein antiquierter Zeitnehmer beobachtet die Beobachter.

Wir blicken in die Welt und werden dabei gesehen.

   
 
   
  Anm.: Andreas Schönangerer alias "Arch" ist Gründungsmitglied des Künstler KollektivNN
Seine Figur "Konglomerat" wird hier erstmals öffentlich gezeigt!
   
  www.kollektivnn.com