2024 Kunst_Raum der Stille

3. Seitenkapelle - GEBURT

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Altarraum 8

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Dritte Seitenkapelle der Marienkirche bzw. Dominkanerkirche Steyr

3.   Seitenkapelle   


GEBURT   /   Gegenwart   und   Aufbruch

  
Erster Gläserner Boden   =   Erhöhung > Spiegel der Seitenkapelle.

    
Gold entmaterialisiert und zeigt rostiges Kreuz im Abbruch-Fenster von Steyr Unterhimmel (1987).


Gegenwart   ...   Krieg   und   Frieden   ...
Zerstörung und Liebe   ...   Schwere und Weichheit   ...   Fenster schwebt auf Polster, Stroh und Heu(te)   ...  weist so auf Geburt und Zukunft.


Worauf warte ich? Liebe? FRIEDEN? Freude?   >   Geburt   


Aus dem Kirchenführer "Steyr Marienkirche"

(Adolf Bodingbauer, 1993, ISBN 3-927296-74-0, PEDA-KUNSTFÜHRER Nr. 67/1993)



"In der dritten Seitenkapelle, die heute dem hl. Petrus Canisius SJ geweiht ist, blieben dem Rokokoaltar die ursprünglichen Statuen , die Pestpatrone Sebastian und Rochus, erhalten.


Auch das Oberbild, die hl. Dominikanerin Katharina von Siena, ist original.


Auf der Mensa des Altars steht eine Kopie des Gnadenbildes >>Maria vom Guten Rat<< (18. Jahrhundert). Das Original ist in Genazzano (in der Nähe von Rom) zu finden.


Das Gemälde der Geburt Christi bzw. der Anbetung der Hirten an der Südwand  hat neben seiner künstlerischen auch stadtgeschichtliche Bedeutung. Es wurde nämlich im Jahre 1669 vom Steyrer Bürgermeister Maximilian Luckner gestiftet.


Dies ist im unteren Teil des Bildes dem Wappen, den Initialien >>ML<< zu beiden Seiten des >>Fluges<< und der Datierung zu entnehmen. Maximilian Luckner war Bürgermeister der Stadt Steyr von 1660 bis 1677. Er war der Sohn jenes Maximilian Luckner, der im Laufe der Bauernkriegswirren im Jänner 1627 im ennsaufwärts gelegenen Dorf Losenstein ermordet wurde. Maximilian Luckner, die bedeutendste Persönlichkeit dieses Geschlechts, war seit 1643 Eisenhändler in Steyr.


Wichtig für ihn waren seine verwandschaftlichen Beziehungen zu Georg Mittermayr von Waffenberg und Gottlieb Schröffl von Mannsberg. Er starb im Jahre 1680 und wurde in der Dominkanerkirche beigesetzt. Das Epitaph des Gottlieb Hoffmann zitiert die >>Lucknerische Begräbnuß<<.


Das Wappen der Luckner hat folgendes Aussehen:

Gevierter Schild, im ersten und vierten Feld in Schwarz ein silbernes Einhorn auf grünem Hügel, im zweiten und dritten Feld rote Schräglinksbalken in Weiß. Offener gekrönter Helm mit rechts rot-weißen, links schwarz-gelben Decken. Zier: Offener, von weiß und rot siebenmal entgegengeschrägter Flug, inmitten desselben das silberne Einhorn wachsend.


In den Mittelpunkt des Bildes selbst sind Maria und das Jesuskind gerückt.


Köstlich ist die Darstellung eines Hirten, der aus seinem Korb ein Ei nimmt. Auch die Landschaft im Hintergrund ist besonderer Beachtung wert. (...)"

Wie es der Kunst-Zufall will



lag auf dem Abbruch Fenster im April 2020 auch ein grünes (Oster) Ei

und ein Anlage (Brot) Goldbarren

Freigegeben für die Natur...


Das Gold kehrte zur Erde zurück...

In allen sechs Seitenkapellen Berührungen...

wie auch 7 und 8...


berührt/verbunden/vernetzt...


Entwicklung der 3. Seitenkapelle im Kunst_Raum der Stille

Dezember 2024

Details der GEBURT Seitenkapelle

Stroh wird zu Gold

Weisser weicher goldener Polster...

Ein "zufälliges" Ästlein im Heugebinde korreliert mit Seitenkapelle 4 als "Nabelschnur"

Unsichtbar in der Installation unter dem Unterhimmel Abbruchfenster die "Wunde" im Gold. Erkennbar die Spuren der Rückkehr des Goldes zur Erde seit 2020, siehe weiter Oben...

Ein HUMAN goldener Spiegel der GEBURT...

Wand und Boden wurden Eins...

Oben und Unten im Gold vereint...

Reflexionen  der Citypastoral Steyr (Mag. Heidi Staltner-Kix) auf die Rauminstallation GEBURT

Auf dem goldenen Teller liegt der Text von Stefan Schlager "Revolutionäre Gene" aus seinem Buch "entkrümmt"

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Altarraum 8

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