Rauminstallation in den sechs Seitenkapellen der
Marienkirche Steyr, Advent
24. Nov. - 15. Dez. 2024
Die sechs Seitenkapellen vor der Rauminstallation
im Uhrzeigersinn vom Altar aus gesehen
Die sechs Seitenkapellen als Rauminstallation
DANK
ERNEUERUNG
GEBURT
VERBINDUNG
KOSTBARER
AUSSPRACHE
Vor der Kirche im
Advent 2023
"Raum der Stille" im Advent 2023
(...) Das Warten im Advent ist also mit der urmenschlichen Erfahrung verbunden, dass nicht alles Glück in unserer Hand liegt, sondern dass es dazu andere Menschen, geschenkte Zeiten und Orte, dass es dazu die Zuwendung Gottes braucht. Es ist an uns, eine Haltung an den Tag zu legen, die ein Wahrnehmen des Göttlichen in unserem Leben einfacher macht. Gottes Zuwendung liegt nicht einfach in unserer eigenen Dynamik. Sie ist überraschend, manchmal befremdend, alltäglich und so befreiend. Das Berühren von Gott geschieht oft kleiner und unscheinbarer, als wir uns das ausdenken. Eine Offenheit zu haben, um sich das Glück schenken zu lassen, das kann uns der Advent vermitteln. (...)
2024 wurde der "Raum der Stille" zum "Kunst_Raum der Stille"
KONTAKT
Mag. Heidi Staltner-Kix
Citypastoral Steyr
Grünmarkt 1
4400 Steyr
0676/8776 5795
Unter uns
WAS KUNST ALLES KANN
Von Elisabeth Leitner
Besuch in Steyr. Ich wandle durch den Kirchenraum in der Marienkirche. Ein meditativer Weg mit Kunst-Installationen wurde in den Seitenkapellen geschaffen. Ein Frau begegnet mir und erzählt mir, wie berührt sie von der Gestaltung und den Texten ist. Man sieht es ihr an: Sie hat Tränen in den Augen, ihre Stimme ist leise, fast verhalten. - Gänzlich anderes ereignete sich einige Tage davor: eine Frau betrat das Kirchenschiff und schrie herum. „Teufelswerk!“, sie brauche keine Zetteln und zerknüllte den Folder mit der Erklärung zum „Kunst_Raum der Stille“ und warf ihn in den Mittelgang.
Kurz darauf wird bekannt, dass an die Kunst-Installationen Hand angelegt wurde: Teile des Werks wurden entwendet und im Kirchenraum versteckt. Den Worten folgten also Taten. Auch die profanierte Marienkapelle am OK-Platz in Linz, als Ausstellungsraum genutzt, wurde kürzlich Ziel einer Attacke.
Zerstörung von Kunstwerken ist Sachbeschädigung, egal wo. Im Kirchenraum genauso wie vor der Tür. Es gibt Alternativen: das Andere, Fremde, Irritierende aushalten, eine andere Meinung dulden, die eigene Weltsicht einmal in Frage stellen lassen. „Kunst ist die Sprache der Religion, auf sie verzichten heißt sprachlos werden“, dieses Zitat von Günter Rombold ist zeitlos gültig und gilt für alte und neue Kunst. Immer.
Seite in Arbeit